INFORMATION & TIPPS ZUR GLAS -UND FASSADENREINIGUNG

Was ist bei der ersten Glasreinigung mit entsalztem Wasser zu beachten?

Verwitterung von Glas

Glas ist äußerst anfällig gegen Chemikalien, vor allem gegen Wasser. Der eingelagerte Alkalianteil wird herausgelöst, dabei werden Natriumionen/Kaliumionen in der Art einer Ionenaustauschreaktion gegen Wasserstoffionen aus dem Wasser ersetzt. Die sich an der Oberfläche anreichernden Ionen verbinden sich mit den Hydroxidionen des Wassers zu Natronlauge/Kalilauge. In gleicher Weise werden Calciumionen ausgetauscht, wenn auch aufgrund der schwachen Löslichkeit in geringerem Maße. Die beim Auslaugprozeß entstehende Lauge leitet eine Sekundärreaktion ein, die hydrolytische Spaltung der an sich sehr stabilen Siliciumsauerstoffbindungen. Als Folge wandelt sich die feste Glassubstanz allmählich in eine wasserquellbare, hygroskopische Substanz, Kieselgel genannt, um. Diese Gelschicht hebt sich häufig in Form dünner, stark lichtbrechender Blättchen, als irrisierende Schichten, ab. Eine in Regenbogenfarben schillernde Oberfläche eines scheinbar intakten Glases ist ein erstes Zeichen einer einsetzenden Korrosion. Besonders gefährlich ist die Einwirkung von geringen Wassermengen über einen langen Zeitraum hinweg, etwa durch Kondensfeuchtigkeit. Hierbei kann sich durch ständige Anreicherung eine besonders hochkonzentrierte Lauge bilden, die die Spaltung der Silikatbindungen schnell vorantreibt.
 

Einfluß von Luftverunreinigungen:

Mit Hilfe von Untersuchungen zur Elementverteilung innerhalb von korrodierten Schichten konnte der Verwitterungsmechanismus geklärt werden. Saure Gase, im wesentlichen Schwefeldioxid, reagieren mit den aus der Glasmasse herausgelösten und an der Oberfläche angereicherten Natrium-, Kalium- oder Calciumverbindungen. Die entstehenden Sulfate lagern sich als schwerlösliche Korrosionsprodukte, dem sogenannten Wetterstein ab. Gleichzeitig werden dem im Gefüge befindlichen Wasser Ionen entzogen, so daß es aus der Glasmasse weitere Ionen aufnehmen kann. 
Quelle: Frauenhofer IRB
 
Unsere Empfehlung:  Glas -und Fassadenreinigung mit ionisiertem Wasser. 

Das reinigen mit vollentsalzten Wasser durch Ionentauscher schränkt die Verwitterung von Glas und Fensterglas ein und spart darüber hinaus, wertvolle Zeit.

Die Glasreinigung mit reinem Wasser bietet viele Vorteile! Es ist leicht anzuwenden, spart Zeit und hinterlässt streifenfreie Reinigungsergebnisse, selbst bei Sonneneinstrahlung. Es gibt jedoch bei der ersten Reinigung von Glasflächen mit reinem Wasser etwas zu beachten!

Bei der traditionellen Glasreinigung mit Fensterwischer und Abzieher werden und wurden oftmals zusätzliche Lösungsmittel im Wasser verwendet. Beispielsweise Spülmittel oder Fensterreiniger, welche die Schmutzanhaftungen wie Ruß, Fett oder Schmutz ablösen sollen. Diese hinterlassen bei der Reinigung einen hauchdünnen und nicht sichtbaren Film auf der Glasoberfläche. Um ein streifenfreies und perfektes Reinigungsergebnis bei der Verwendung von entsalztem Wasser zu erhalten, muss dieser Film aufgebrochen und entfernt werden. Das bedeutet, dass die Rückstände von einst verwendeten Lösungsmitteln vollständig entfernt werden müssen!

In der Folge bedeutet das lediglich, dass bei der ersten Reinigung mit entsalztem Wasser mehr Wasser eingesetzt und mehr gespült werden muss, bis die Rückstände vollständig abgelöst und abgespült sind.



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